Mehr als nur ein Turnier140 Kinder beim Tischtennis-Milchcup in Marienheide

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In der Sporthalle Marienheide traten 140 Kinder zwischen 11 und 13 Jahren beim Tischtennis an.

In der Sporthalle Marienheide traten 140 Kinder zwischen 11 und 13 Jahren beim Tischtennis an.

Marienheide – 140 Kinder im Alter zwischen 11 und 13 Jahren wuselten durch die Sporthalle der Gesamtschule Marienheide. Sie alle hatten sich in Schulinternen Turnieren für die Bezirksrunde des Milchcups der Landesvereinigung der Milchwirtschaft qualifiziert. Dieser Tischtenniswettbewerb mit dem Titel Milchcup wird bereits seit 22 Jahren ausgetragen und erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit. „Seit dem ersten Turnier 2000 haben bislang 400 000 Schüler daran teilgenommen“, erzählte Malte Rachow, dessen Kölner Eventfirma von Anfang an für die Organisation und Durchführung des Milchcups zuständig ist.

Pandemiebedingt musste der Tischtenniswettbewerb im vergangenen Jahr ausfallen und wurde nun nachgeholt. Unter den 28 Teams der acht teilnehmenden Schulen aus Leverkusen-Schlebusch, Burbach-Neunkirchen, Siegen und Wilnsdorf sind auch Teams aus dem Oberbergischen Kreis vertreten. Neben Nümbrecht und Wipperfürth nahmen vier Teams der gastgebenden Schule, der Gesamtschule Marienheide, teil. Die zwei Jungen- und zwei Mädchenteams der Jahrgangsstufen fünf und sechs hatten sich Ende Februar bei dem Turnier auf Kreisebene, organisiert vom Sportlehrer Rüdiger Nolte, gegen ihre Mitschüler durchgesetzt.

Im Rundlaufwettbewerb gegeneinander

Unter den wachsamen Augen ihrer Trainer Richard Kramer und Katharina Bilinski wurde sich erst einmal ausgiebig aufgewärmt, bevor es um 10.30 Uhr ernst wurde. Immer zu viert traten die Mannschaften, Jungs und Mädchen sowie Mixteams, im Rundlaufwettbewerb gegeneinander an. Und damit den Kindern zwischen den Spielen nicht langweilig wurde, hatten sich die Organisatoren etwas ganz besonderes einfallen lassen. Denn neben dem Sport sollten die Kinder auch etwas über die Haltung von Milchkühen erfahren.

Abseits des Spielfelds konnten die Schüler in einem abgegrenzten Bereich via VR-Brille einem virtuellen Milchkuhstall einen Besuch abstatten, den Kälbern bei der Fütterung zuschauen oder aus der Sicht einer Kuh über eine Weide spazieren. Ein weiteres Video zeigte ein Gespräch zwischen einem elfjährigen Mädchen und einer Bäuerin. Sie erklärte, wie die Kälber versorgt werden. Für die Technik waren Rachows Neffe, Milan Rachow (22) und Hannes Busch (23) zuständig. „Für die Kinder ist das eine tolle Sache. Nicht nur, dass sie lernen, woher die Milch kommt. Das technische Drumherum ist für sie genauso faszierend“, weiß Milan Rachow. Am Ende zählte aber dann doch vor allem die sportliche Leistung, denn nur vier der 28 Teams konnten sich für das Landesfinale am 28. April in Düsseldorf qualifizieren.

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Nach über zwei Stunden standen die Sieger fest. In der fünften Jahrgangsstufe setzten sich die Schülerinnen des Homburgischen Gymnasiums in Nümbrecht sowie die Schüler des St.-Angela-Gymnasiums Wipperfürth durch. Für die sechste Jahrgangsstufe werden ebenfalls die Schüler aus Nümbrecht und die Schülerinnen aus Wilnsdorf in Düsseldorf antreten. Bei den Teams aus Marienheide schafften es die Mädchen der Klasse sechs zwar aufs Treppchen, werden aber als Drittplatzierte nicht zum Landesfinale fahren.